Das Hansehaus - Kultur-im-Hansehaus

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Das Hansehaus

Die Hausstätte gehörte zum Stift St. Martini, dem dafür noch bis ins 18. Jahrhundert Pachtzins zu entrichten war.
1547/49 erbaute Bürgermeister Roleff Vogt das Haus Papenmarkt 2. Durch die Jahrhunderte gab es verschiedene Besitzer, u. a. Thomas Hartog, Weinhändler, das Ehepaar Hohnemann, Organist Könemann, Bäcker Schonebohm. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war das Haus im Besitz der Familie Bredemeyer. Bis 1968 nutzte es der Landwirt Heinrich Bredemeyer, dann sollte das Haus abgerissen werden.

Mit der Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Abbruch und durch seine Rettung rückte das Haus in den Mittelpunkt. Buchstäblich in letzter Minute kaufte 1969 der von engagierten Bürgern gegründete Verein zur Pflege der Kultur an der Weser das Haus, um es zu erhalten und wieder herzustellen.

Als treibende Kräfte traten dabei der damalige Präsident des Verwaltungsgerichts Dr. Kreft sowie Dr. Brügmann und Dr. Soenke hervor.
Mit wesentlicher Hilfe der Staats- und Landeskonservatoren wurde das Gebäude restauriert. Die Verwendung des Gebäudes für die Erwachsenenbildung erfolgte durch die Einbringung in eine Stiftung.

Demgemäß errichtete der Verein zur Pflege der Kultur an der Weser e.V. unter der Bezeichnung Stiftung Hansehaus Minden, eine privatrechtliche Stiftung mit Sitz in Minden und übertrug ihr das Eigentum an dem "Hansehaus Minden".

Die Stiftung hat die Aufgabe, das Hansehaus zu erhalten und seine Nutzung für Zwecke der Erwachsenenbildung sicherzustellen.

Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben

a) aus den Erträgen des Stiftungsvermögens,
b) dadurch, dass sich die Stadt Minden in dem Nutzungsvertrag mit der Stiftung verpflichtet, als Gegenleistung für die Überlassung des    Stiftungsvermögens zu Zwecken der Erwachsenenbildung die pflegliche Verwaltung, Bewirtschaftung und Erhaltung des    Stiftungsvermögens zu übernehmen.


Der Vorstand der Stiftung besteht aus 4 Personen – zwei Personen  vom Verein zur Pflege der Kultur an der Weser, je ein Vertreter der VHS Minden und der Stadt Minden.

Zur Baugeschichte des Hansehauses


Das Haus Papenmarkt 2 ist heute das letzte einschiffige bürgerliche Langdeelenhaus in Norddeutschland, das noch die Grundform des Einraum-Wohnhauses der gotischen Zeit bewahrt hat.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde in der Nordwestecke der Diele über dem Keller ein kleines, erhöht liegendes Saalzimmer eingebaut, das über eine kurze Treppe zu erreichen ist.

Erhalten sind das ursprüngliche Satteldach und der alte Warenaufzug, der ein Heraufziehen der Waren bis auf den obersten Boden ermöglichte.

An der Westseite des Einraumhauses wurde 1628 ein schmaler Renaissanceanbau als Wohnteil mit Erker im Obergeschoss angebracht. Der Renaisssanceanbau enthält im Erdgeschoss 3 Räume sowie eine Küche mit offenem Herd, im Obergeschoss jedoch nur 2 Kammern.

Literatur:
Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen. Bd. 50 Stadt Minden, Teil IV Altstadt 3, Die Profanbauten
Dr. Jürgen Soenke: Haus Papenmarkt 2 in Minden (Aus Mitteilungen des Mindener Geschichts- und Museumsvereins, Jg. 41, 1969)
Aus der Satzung des Vereins zur Pflege der Kultur an der Weser e. V.


Das Hansehaus steht in der Oberen Altstadt von Minden.

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